Standardisierte Testverfahren - Haupt- und Nebengütekriterien


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Standardisierte Testverfahren - Haupt- und Nebengütekriterien

Unter standardisierten Testverfahren verstehen wir Tests, welche nach einem festgelegten Schema durchgeführt, ausgewertet und interpretiert werden. Standardisierte Testverfahren sind wissenschaftlich erprobt und können somit für eine bestimmte Testgruppe verwendet werden. 

Hauptgütekriterien für standardisierte Testverfahren

Standardisierte Testverfahren sind wissenschaftliche Messmethoden, die bestimmte festgelegte Gütekriterien (auch Qualitätskriterien genannt) erfüllen müssen.  Objektivität, Reliabilität und Validität gehören zu den Hauptgütekriterien. 

Objektivität - Das Testergebnis ist unabhängig von dem Prüfer und von der Prüfungssituation zustande gekommen. Mit Prüfungssituation ist die Durchführung, die Auswertung und die Interpretation gemeint.

Reliabilität - Das Test kommt immer wieder zum gleichen Ergebnis, auch wenn dieser mehrmals durchgeführt wird. Die Messfehler bei Wiederholung sind relativ gering.

Validität - Der Test misst tatsächlich nur das, was er messen soll. Die Aussagekraft der Testergebnisse muss mit ähnlichen Testverfahren übereinstimmen. Soll der Test die Konzentrationsfähigkeit messen, so muss das Testergebnis auch nur über diese eine Schlussfolgerung sein. 

Nebengütekriterien für standardisierte Testverfahren

Nebengütekriterien, welche für ein standardisiertes Testverfahren festgelegt werden, können Testfairnes, Utilität, Testökonomie, Transparenz, Unverfälschbarkeit, Zumutbarkeit, Normierung und viele andere sein.

Testfairnes - Alle Testpersonengruppen sollen die gleichen Chancen auf ein bestimmtes Testergebnis haben. Beispielsweise müssen von Prüfern die Muttersprache der Testpersonen, das Alter, das Geschlecht, das Bildungsniveau und viele weitere Merkmale berücksichtigt werden.

Utilität - Bei diagnostischen Testverfahren müssen zusätzlich Rückschlüsse der Testergebnisse auf bestimmte Eignungsfeststellungen belegt und bewiesen sein. Utilität wird auch als externe Validität bezeichnet. Es ist eine Messung für eine notwendige Entscheidung.

Testökonomie - Der Aufwand der Testvorbereitung, Durchführung und Analyse muss im Verhältnis zum Nutzen der daraus gewonnenen Erkenntnisse stehen.

Transparenz - Die Testperson muss die Aufgaben verstehen. Um das sicherzustellen wird die Testperson häufig mit dem Verfahren in Leistungstests anhand von einigen Beispielaufgaben vertraut gemacht.

Unverfälschbarkeit - Die Testperson darf das Testergebnis nicht bewusst verfälschen können.

Zumutbarkeit - ähnlich wie bei der Testökonomie muss der Aufwand für das Testverfahren auch für den Kandidaten im Verhältnis zum Nutzen stehen.

Normierung - Es müssen zum Vergleich der Testergebnisse Normen mit einer aktuellen und repräsentativen Referenzpopulation vorhanden sein.

Kontaktieren Sie uns bitte, wenn Sie noch mehr Informationen über unsere Testverfahren erhalten möchten. 

FrageAnzahl
Wie unterscheidet sich die Reliabilität von der Validität eines Tests?

Häufigkeit der Antworten:
Ein reliabler Test muss auch valide sein. (13.84%), Ein valider Test erfüllt auch das Kriterium der Reliabilität. (46.71%) richtig, Ein valider Test kann, muss aber nicht reliabel sein. (22.49%), Ein objektiver Test schließt die Reliabilität und Valität mit ein. (16.96%)
289
Mit der Normierung (Eichung) wird die ...

Häufigkeit der Antworten:
Messgenauigkeit des Tests sichergestellt. (21.53%), Gültigkeit eines Tests sichergestellt. (9.38%), Vergleichbarkeit von Testleistungen sichergestellt. (29.51%), aussagekräftige Vergleichsgruppe eines Test sichergestellt. (39.58%) richtig
288
Mit der Objektivität wird die ...

Häufigkeit der Antworten:
Messgenauigkeit des Tests sichergestellt. (12.5%), Gültigkeit eines Tests sichergestellt. (19.44%), Vergleichbarkeit von Testleistungen sichergestellt. (52.43%) richtig, aussagekräftige Vergleichsgruppe eines Test sichergestellt. (15.63%)
288
Mit der Reliabilität wird die ...

Häufigkeit der Antworten:
Messgenauigkeit des Tests sichergestellt. (59.03%) richtig, Gültigkeit eines Tests sichergestellt. (13.19%), Vergleichbarkeit von Testleistungen sichergestellt. (14.93%), aussagekräftige Vergleichsgruppe eines Test sichergestellt. (12.85%)
288
Mit der Testfairness wird die ...

Häufigkeit der Antworten:
systematische Benachteiligung von bestimmten Testpersonen ausgeschlossen. (78.82%) richtig, Gültigkeit eines Tests sichergestellt. (5.56%), Vergleichbarkeit von Testleistungen sichergestellt. (12.15%), Messgenauigkeit des Tests sichergestellt. (3.47%)
288
Die Testökonomie kann erhöht werden, wenn die ...

Häufigkeit der Antworten:
Lizenzgebühren für Verlage geringer ausfallen. (46.37%) richtig, Lizengebühren für Testautoren höher ausfallen. (8.3%), Bearbeitungszeit des Tests erhöht wird. (19.38%), Bearbeitungszeit des Tests keine Rolle spielt. (25.95%)
289
Mit der Zumutbarkeit wird die ...

Häufigkeit der Antworten:
Vergleichbarkeit von Testleistungen sichergestellt. (9.03%), aussagekräftige Vergleichsgruppe eines Test sichergestellt. (6.94%), Kosten/Nutzen-Balance eines Tests sichergestellt. (15.97%), Balasung ausgedrückt, welche auf der zu testenden Person in zeitlicher, psychischer und körperlicher Hinsicht wirkt. (68.06%) richtig
288
Mit der Nützlichkeit wird die ...

Häufigkeit der Antworten:
Messgenauigkeit des Tests sichergestellt. (7.14%), praktische Relevanz eines Tests sichergestellt. (74.29%) richtig, Vergleichbarkeit von Testleistungen sichergestellt. (9.05%), aussagekräftige Vergleichsgruppe eines Test sichergestellt. (9.52%)
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